Sieben Tiere, sieben Geschichten, sieben Begegnungen, mal
skurril, mal melancholisch, mal humorvoll, immer aber nachdenklich stimmend und
persönlich. Die Reise des niederländischen Journalisten Frank Westermann auf
den Spuren des Polarreisenden Willem Barents‘ (16. Jh.) verbindet in Form einer
literarischen Reportage persönliche Erfahrungen und Erkenntnisse mit
niederländischer Seefahrtsgeschichte, tierlichen Schicksalen und menschlicher
Hybris.
Im Vergleich zu anderen Tierklassen versammeln sich unter
dem Begriff Hai mit 541 relativ wenig bekannte Arten. Zählt man noch die anderen
Knorpelfische wie Rochen und Seekatzen hinzu, kommen wir auf rund 1250 Arten. Demgegenüber
schlagen die Knochenfische mit mehr als 38.000 noch heute lebenden Arten zu
Buche. Doch die Haie und ihre knorpeligen Verwandten üben inzwischen eine
besondere Faszination auf uns Menschen aus, nicht zuletzt sicherlich auch
deshalb, weil wir über viele von ihnen nur sehr wenig wissen, über manche gar
nichts.
Wie sich rassistisches Gedankengut auch auf die Tierwelt der kolonialisierten Regionen überträgt, zeigt mein Podcast Beitrag zur Kulturgeschichte des Tasmanischen Teufels. Er beginnt mit einem Zitat des “Tiervaters” Alfred Brehm. Hier gehts direkt zum Beitrag Mensch-Tier-Beziehung im kolonialen Kontext, der in der Rubrik Mensch-Tier-Umwelt zu finden ist.
Versäumen Sie nicht, dort auch gleich den Newsletter zu abonnieren, damit sie immer über die neuesten Podcasts zu Mensch-Tier-Umwelt, Kulturgeschichte und den anderen spannenden Rubriken auf dem Laufenden bleiben. Und selbstverständlich würde ich mich auch über die eine oder andere unterstützende Mitgliedschaft freuen.
Forschungsteam des Museums für Naturkunde Berlin trägt zur
Erfassung globaler Artenvielfalt bei
(c) Volker Borhmann & Eran Wolff
Pressemitteilung des Museums für Naturkunde Berlin vom
12.05.2025: Forschende des Museums für Naturkunde Berlin haben in zwei
aktuellen Studien insgesamt 40 bisher unbekannte Schmetterlingsarten aus den
Philippinen beschrieben. Dabei haben sie Material aus der Sammlung untersucht,
was die hohe Relevanz naturkundlicher Sammlungen bei der
Biodiversitätsentdeckung unterstreicht. Die neuen Arten gehören zur Gruppe der
Zünslerfalter (Crambidae) – einer vielfältigen Familie mit oft unscheinbaren,
aber ökologisch bedeutenden Faltern. Die Entdeckungen basieren auf der sogenannten
Integrativen Taxonomie, die genetische und äußere Merkmale kombiniert, um Arten
sicher zu identifizieren.
Marco Granata, Biologe und Naturautor aus dem
norditalienischen Susatal, zieht für ein Jahr in die Stadt und entdeckt, nach
ausgiebigem Fremdeln mit der Hektik, dem Lärm und dem Grau seiner neuen Lebensumgebung,
die vielfältigen Ökosysteme und tierlichen Lebensräume inmitten der von
Menschenhand geschaffenen Steinlandschaften. Schließlich ist er zum Forscher
der Stadtökologie geworden und hat mit „Die verborgene Tierwelt unserer Städte“
einen städtischen Naturführer geschaffen.
Nun habe ich es auch einmal gewagt: Ich veranstalte zu meinem Buch „Tierliche Migranten“ eine Leserunde und hier könnt ihr euch zur Teilnahme anmelden. In Reihenfolge der Anmeldung stelle ich 5 kostenlose Printexemplare zur Verfügung. Als Wagnis bezeichne ich es deshalb, weil es wohl etwas ungewöhnlich ist, ausgerechnet ein Sachbuch zum Thema menschengemachtes Artensterben
in eine Leserunde zu werfen, zumal die Diskussion, die sich aus der Lektüre ergibt
(ich als Autor stehe dabei ja persönlich als Diskussionspartner zur
Verfügung) schon besondere Anforderungen der Bewertung und
Auseinandersetzung mit Inhalt und Gestaltung etc. an alle Beteiligten
stellt. Doch ich verspreche allen Teilnehmern eine spannende, unterhaltsame, jedoch auch verstörende Reise in die Südsee. Die beginnt bei der
der erdgeschichtlichen Entstehung der Südsee, ihrer Kontinente und Inselwelt führt zur ersten Besiedlung der heutigen
Kontinente und Inseln des Pazifik durch den Menschen und schließlich zum inhaltlichen Schwerpunkt des Buches: Die für Flora,
Fauna und nicht zuletzt Klima folgenschwere "Entdeckung" und Eroberung
des pazifischen Raumes durch die Europäer. Auf jeden Fall für mich ein
spannendes Experiment, an dem teilzuhaben, ich euch ganz herzlich
einlade. Hier geht es zu meiner Leserunde „Eine Forschungsreise in die Südsee“
Ausstellung im LWL-Museum Textilwerk
Bocholt vom 17.3. - 3.11.2024
Am Ufer der Aa in Bocholt entdeckte Naturfotograf Klaus Rieboldt die Larvenhaut einer blaugrünen Mosaikjunger. Die Aufnahme mit dem Spinnereigebäude im Hintergrund ist das Titelmotiv der Ausstellung "IndustrieInsekten" im Textilwerk, die am Sonntag eröffnet. Foto: LWL / Klaus Rieboldt
Presseinformation lwl. Schillernde Farben, fremdartige Gestalten, erstaunliche Fähigkeiten: Insekten sind faszinierend. Weltweit gibt es über eine Million bekannte Arten. Doch die Bestände schwinden. In Deutschland steht von 33.000 Arten inzwischen jede zweite auf der "Roten Liste". Die Fotografin Ute Matzkows und der Fotograf Klaus Rieboldt haben Insekten auf den Arealen der acht LWL-Museen für Industriekultur aufgespürt.
Wie bereits der Titel verrät, handelt es sich diesem Buch
über die Beutegreifer, die an der Spitze der Nahrungskette stehen, um eine
englischsprachige Publikation, von der ich mir wünsche, dass sie demnächst auch
als deutschsprachige Lizenzausgabe erscheinen wird, um mehr Menschen auch
hierzulande zu erreichen.
Zum 25sten Mal jährt sich heute der von der UNO eingeführte
Tag der Artenvielfalt. Die Ziele der Konvention sind die Erhaltung der
biologischen Vielfalt, die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile sowie die
ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus der Nutzung der genetischen
Ressourcen ergebenden Vorteile. Zu diesem Zweck wurden im Rahmen der
"Agenda 2030" 17 Ziele formuliert.
Seit 2021 haben wir nun die von der UNO ausgerufene Dekade
"Biologische Vielfalt" offiziell hinter uns und befinden uns seitdem
in der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen, zu dem u.a. das Ziel 14
"Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne
nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen" und Ziel 15. "Landökosysteme
schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder
nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden
und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen."
Ob die Meeresschildkröten ein spezielles Geheimnis haben,
sei einmal dahingestellt. Aber dass sich ausgerechnet die wechselwarmen Reptilien
neben den warmblütigen Lungenatmern so an das nasse Element angepasst haben,
dass sie ohne das Meer nicht selbständig existieren können, ist schon ein
erstaunliches Phänomen der Evolution. Ebenso erstaunlich, wie die Fähigkeiten, mit
denen die Natur diese Tiere für die spezifischen Herausforderungen ihres
Lebensraumes ausgestattet hat.
Klimawandel, Artensterben, Kollaps der Ökosysteme,
Migration, alles ist miteinander verwoben und die bedrohlichen Aspekte dieser
Naturphänomene haben ihre Ursache im menschlichen Verhalten und Denken. Dabei
wäre die Lösung unserer inzwischen existenziellen Probleme recht einfach. Denn
das, was wir um des Wachstums, des Profits und des Konsums Willen zerstören,
ist eigentlich unsere Lebensversicherung: Die Natur.
In ihrem Buch „Wal macht Wetter“ erklären die Autorinnen die
großartigen „Ökosystemleistungen“, die uns die Natur kostenlos zur Verfügung
stellt, wenn wir sie denn lassen.
„In der fernen Tiefe der großen Fördenwälder, wo sich Licht-
und Schattenbäume hoffnungslos verfilzen …“ So beginnt der dänische
Schriftsteller Svend Fleuron (1874-1966) seine Geschichte von Strix Bubo, einem
„Nachtraubvogel, einer der letzten seiner Art: ein großer, braungefiederter
Uhu.“ Tatsächlich ist der Name Strix Bubo missverständlich, denn Strix ist eine
Gattung der glattköpfigen Kauze während Bubo die Gattung der Uhus mit den
markanten Federohren bezeichnet. Und so handelt es sich bei dem Protagonisten
des dänischen Tierschriftstellers um ein Weibchen des Bubo bubo, der in
früheren Zeiten (und auch bei Fleuron) mit Horneule bezeichnet wurde.
Das limitierte Sondereditionen-Paket zum Artenschutz
Die erste Auflage von „Pixies wilde Freunde“ ist esrchienen. Es ist mein
drittes Buch zum Thema Kulturgeschichte des menschengemachten Artensterbens.
Bei dem 2019 erschienenen „Rotbarts
wilde Verwandte“ steht die Familie der wilden Katzen im Mittelpunkt,
das 2022 erschienene „Tierliche
Migranten“ hat die Tierwelt/Natur der pazifischen und indonesischen
Region zum Thema. Und mit „Pixies wilde Freunde“ folgen wir den Spuren James
Cooks auf seiner ersten Reise in die Südsee. Diese drei Bücher ergänzen sich in
hervorragender Weise hinsichtlich der beschriebenen Tierarten, der historischen
Epochen und der Zielgruppen. Und so können nun alle drei Bücher im Shop der
Schiffskatzentaverne als limitiertes Sondereditionen-Paket zu einem besonders
günstigen Preis bestellt werden. Sowohl die Portoersparnis als auch
-wie bei allen speziellen Autorenbüchern- der größte Teil des Überschusses
gehen als Spende an die von uns unterstützten Artenschutzorganisationen.
Übrigens, ein geniales Ostergeschenk für Klima-, Tier- und
Artenschutzbewegte und solche, die es werden wollen oder sollten.
ein Artenschutzbuch vom
Schiffskatzenmaler Jonathan Petry und Buchautor Wolfgang Schwerdt
Als Schiffskater Pixie mit
James Cook um die Welt segelte, war das von den Menschen verursachte weltweite
Artensterben bereits in vollem Gange. Auch James Cook und seine forschenden
Begleiter hatten ihren Anteil daran und selbst Pixies reale Artgenossen haben
bei ihrer Besiedlung fremder Welten dafür gesorgt, dass es viele Tiere, die
damals gerade erst von Europäern entdeckt worden waren, heute nicht mehr gibt. 104
Seiten unterhaltsame und informative Entdeckungsreise für Jung und Alt in ein
Thema, das uns alle betrifft.
Und weil es so schön ist,
gibt es zu jedem natürlich vom Autor handsignierten Buch die Klappkarte mit dem
legendären Käpt’ns Dream – Fleisch-Käse-Minze-Pie-Rezept dazu.
Wer das Buch, das voraussichtlich
im März erscheinen wird, bereits jetzt (bis einschließlich zum 25.02.2023) bestellt,
nimmt automatisch an der Verlosung einer (selbstverständlich ebenfalls handsignierten)
Fotoleinwand mit dem Motiv seiner Wahl aus der entsprechenden
Schiffskatzentaverne-Galerie teil.
Und nicht zuletzt gehen pro
Buch mindestens 4,00 € aus den Tantiemen der Autoren als Spende an eine der
drei Unterstützten Artenschutzorganisationen.
Faszinierende Antworten der Natur auf die Klimakrise
„Wenn Heuschrecken, Hummeln und Schmetterlinge in der Lage
sind, ihr Verhalten zu ändern, dann wir doch sicherlich auch.“ Mit diesem
hoffnungsvollen Satz am Ende seines Vorworts, bringt der US-amerikanische Autor
Thor Hanson seine Motivation zum Schreiben des Buches auf den Punkt. Tatsächlich
sind die Anpassungs- und Veränderungsfähigkeiten vieler Lebensformen geradezu
phänomenal und die Lektüre dieses Buches vermittelt einen Eindruck von der
Komplexität und Widerstandsfähigkeit des Lebens, die es sich lohnt, mit dem
Autor gemeinsam zu erleben.
Das Leben ist zäh, nahezu unverwüstlich, jedenfalls als
Ganzes betrachtet. Bei den Lebensformen sieht das schon ganz anders aus, wie
das Aussterben der Dinosaurier zeigt. Die Folgen des Einschlag des rund 11
Kilometer langen Asteroiden vor rund 66 Millionen Jahren auf der alten Yucatán-Halbinsel
war verheerend. Nicht nur für die Dinosaurier, sondern für das gesamte
Ökosystem des Mesozoikums am Ende der Kreidezeit. In ihrem Buch beschreibt die
US-amerikanische Wissenschaftsredakteurin Riley Black wesentlich mehr als nur „die
letzten Tage der Dinosaurier“ und auch der Untertitel „Warum ihr Ende unser
Anfang war und was ein Asteroid damit zu tun hat“ gibt nicht annähernd wieder, in
was für aufregende Welten die Autorin ihre LeserInnen entführt.
Kontroverse Verhandlungen vom Elefanten bis zum Blauhai
Pressemitteilung Pro Wildlife*, 8. November 2022.
Expert*innen fordern auf der bevorstehenden Tagung des Washingtoner
Artenschutzübereinkommens (engl. CITES*, 14.-25. November in Panama City)
mehr Einsatz für den Schutz gefährdeter Arten. „Das weltweite Artensterben
ist dramatisch und der zunehmende Handel mit Wildtieren ist ein großer Teil
dieses Problems. Wir erwarten auf der Weltartenschutzkonferenz
insbesondere von der EU klare Entscheidungen gegen die weitere Plünderung
bedrohter Arten“, sagt die Biologin Daniela Freyer, die für Pro Wildlife an
den Verhandlungen teilnehmen wird. Für die Tagung liegen 52 Anträge zum
Schutzstatus von knapp 600 Tier- und Pflanzenarten auf dem Tisch.
Wichtige Themen für die 19.
CITES-Vertragsstaatenkonferenz:
Erkenntnisse aus der Sequenzierung von Paläogenomen vom
afrikanischen Kontinent
Künstlerische Zeichnung des Blaubocks
Pressemitteilung mfn Berlin 03.11.2022: Ein
internationales Forschungsteam unter Leitung des Museums für Naturkunde
Berlin (mfn) und der Universität Potsdam hat die ersten
beiden Kerngenome des ausgestorbenen Blaubocks sequenziert. Eines der Genome
ist mit circa 9.950 Jahren das bislang älteste sequenzierte vom afrikanischen
Kontinent. Die genomischen Daten erlauben Einblicke in das Aussterben einer
Art. Der Blaubock ist die einzige große afrikanische Säugetierart, die
historisch ausgestorben ist. Die Ergebnisse, die in Molecular Biology and
Evolution, publiziert sind, zeigen, dass der Blaubock trotz geringer
Populationsgröße die klimatischen Veränderungen der letzten 10.000 und mehr
Jahre überlebte, bis die europäischen Siedler im 17. Jahrhundert die Art durch
Bejagung ausrotteten.
Es ist ein Grund zum Feiern! Der zweite Band meiner Reihe „zur
Kulturgeschichte des anthropogenen Artensterbens“ wird in wenigen
Wochen im Überall im Buchhandel zu erhalten sein. Es war (auch emotional) ein
hartes Stück Arbeit, aber ich bin sicher, dass es sich gelohnt hat.
Und deshalb möchte ich auch meine LeserInnen (und die, die
es werden wollen) an dem Ereignis mit einer kleinen aber feinen Verlosung
beteiligen:
Es ist ganz einfach: Ihr kommentiert unter diesem Post warum
ihr das Buch „Tierliche Migranten“ (hier
der Klappentext) unbedingt haben möchtet, was euch an diesem Thema
besonders interessiert und schon seid ihr im Lostopf und könnt ein persönlich
signiertes Exemplar der Sonderausgabe für Lesungen (Taschenbuch
14,8 x 21 mm, 244 Seiten, zahlreiche s/w Abbildungen) samt Lesezeichen,
einen Magnetbutton (Rotbarts wilde Verwandte) und die exklusive Tierliche-Migranten-Tasse
als Paket gewinnen. Innerhalb von Deutschland sogar portofrei.