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Freitag, 10. Juli 2026

„Kult Katze!“

Große Sonderausstellung ab 10. Oktober im Übersee- Museum Bremen

Keyvisual der Ausstellung Kult Katze

Kaum ein Tier fasziniert die Menschheit seit Jahrtausenden so sehr wie die Katze. Verehrt und gefürchtet, mystifiziert und vermenschlicht, wild und zugleich vertraut: Ab dem 10. Oktober 2026 widmet das Übersee-Museum Bremen diesem außergewöhnlichen Tier die große Sonderausstellung „Kult Katze!“. Auf rund 800 Quadratmetern zeigt die Ausstellung bis zum 30. Mai 2027 etwa 300 Exponate aus Asien, Afrika und Amerikas aus vier Jahrtausenden.
Die Ausstellung beleuchtet die kulturgeschichtliche Bedeutung von Großkatzen wie Löwe, Tiger, Leopard und Jaguar ebenso wie die Rolle der Hauskatze als Haustier, Popikone und Internetstar. Zu sehen sind unter anderem Katzenmumien aus dem Alten Ägypten, Leopardenobjekte aus Westafrika, japanische Maneki Neko und moderne Katzen-Memes. „Kult Katze!“ zeigt die Katze zugleich als evolutionäre Meisterin und kulturelle Ikone.

Freitag, 23. September 2022

Katzen

Wie sie erst uns und dann die Welt eroberten

Während die großen und wilden Vertreter der Katzen zunehmend von Aussterben bedroht sind, scheint der Siegeszug der Hauskatzen sowohl hinsichtlich der Eroberung des globalen Territoriums als auch der menschlichen Herzen ungebremst. In ihrem Buch Katzen. Wie sie erst uns und dann die Welt eroberten, deckt die amerikanische Autorin Abigail Tucker das Geheimnis der Samtpfoten auf.

Donnerstag, 5. Juli 2018

Mein Leben als Dosenöffner

Pünktchen und Spikey heißen die beiden Samtpfoten, die dereinst aus dem Biologen, Journalisten, Naturbuchautor und Hundefan Mario Ludwig einen eingefleischten Katzenliebhaber gemacht haben. Allerdings stellte der Autor, der sich mit seiner felinen Abhängigkeit im Buch „Mein Leben als Dosenöffner“ geoutet hat, für die Katzentiere keine besondere Herausforderung dar.

Samstag, 17. Oktober 2009

Katzen brauchen Wasser

Flüssigkeitsbedarf der Stubentiger ist oft größer als man denkt

Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Das gilt natürlich auch für Katzen. Gerade bei Wohnungskatzen sollte man daher auch auf das Trinkverhalten achten.

In der freien Natur decken Katzen ihren Flüssigkeitsbedarf wenigstens teilweise über ihre Beutetiere, die meist mit Haut, Haaren und eben der Körperflüssigkeit verschlungen werden. Der notwendige Restbedarf wird aus Pfützen oder ähnlichen Wasserstellen aufgenommen.

Wassermangel kann zu schweren Schäden führen

Bei der Wohnungshaltung werden die Beutetiere durch mehr oder weniger hochwertiges Futter und der Wasserbedarf durch bereitgestellte Schüsselchen ersetzt. Und hier lauert oft eine Flüssigkeitsfalle. Denn das beliebte Trockenfutter entzieht beispielsweise dem Katzenkörper die so dringend benötigte Flüssigkeit, die die Katze durch Trinken in der Regel nicht ersetzt. Das Ergebnis sind oft Nierenschäden und damit einhergehend Stoffwechselkrankheiten und eine kürzere Lebensdauer.

Das richtige Futter

Nassfutter entspricht dem Bedürfnis der Katze wesentlich eher. Trotzdem bedeutet das nicht, dass die Katze ihren Restbedarf an Flüssigkeit automatisch durch Trinken deckt. Denn Katzen haben ihre speziellen Trinkgewohnheiten. So ist der Wassernapf, der direkt neben dem Futternapf steht, für Katzen in der Regel uninteressant. Denn Katzen sind Gelegenheitstrinker.

Zum Trinken animieren

Mehrere Wassernäpfe an den Katzenschleichpfaden aufgestellt, regen die Stubentieger an, immer mal wieder im Vorübergehen daran zu nippen. Der laufende Wasserhahn oder der plätschernde Trinkbrunnen (im Fachhandel erhältlich), erregen die Aufmerksamkeit der Katzen und animieren zum Spielen und zum Trinken.

Hauptsache Wasser

Selbstverständlich sollte das bereitgestellte Wasser immer frisch und sauber sein. Wer aber einmal Freigängerkatzen beobachtet hat, wie sie genüsslich das abgestandene Wasser aus einer Gießkanne oder trübes Pfützenwasser schlabbern, der weiß, dass frisches Leitungswasser nicht immer ihre erste Wahl darstellt.

Der Ernstfall

Besonderes Augenmerk auf den Flüssigkeitshaushalt muss man aber vor allem bei Krankheiten werfen. So gehört Durchfall zu den Ereignissen, die der Katze am meisten Wasser entziehen. Gleichzeitig ist die Trinklust gleichzeitig oft stark eingeschränkt. Zieht sich der Durchfall über längere Zeit hin, ist es oft erforderlich, den Flüssigkeitsverlust (und den damit verbunden Mineralienverlust) durch Infusionen beim Tierarzt aufzufangen.

Wohnungskatzen besonders gefährdet

Für Freigängerkatzen bieten sich viele Möglichkeiten der artgerechten Flüssigkeitsaufnahme. Hier ist die Gefahr des Mangels deutlich geringer, als bei reinen Wohnungskatzen. Und es ist gar nicht so einfach, zu kontrollieren, wie viel die Stubentieger trinken. Besonders im Winter lässt sich oft nicht einschätzen, ob das Wasser in der trockenen Luft der beheizten Wohnung einfach verdunstet ist, oder aufgeschlabbert wurde.

Faltentest

Hat man den Verdacht, dass die Katze unter Flüssigkeitsmangel leiden könnte, sollte der Gang zum Tierarzt selbstverständlich sein. Ein einfacher Test kann aber schon ersten Aufschluss geben. Greift man sich eine Hautfalte und zieht sich diese beim Loslassen nur zögernd wieder glatt, ist dies ein Zeichen, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist.
Damit es gar nicht erst soweit kommt, sollte gerade bei Wohnungskatzen vor allem auf eine artgerechte Präsentation des lebensspendenden Nasses geachtet werden.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Draußenkatzen

Gefahren und Möglichkeiten des "Freigangs"

Bei der Haltung von Freigängerkatzen sollte sich man immer über die möglichen Gefahrenquellen im jeweiligen Umfeld informieren.
Im Grunde kommen Katzen in der Freiheit recht gut alleine zurecht, schliesslich sind sie ja dafür geschaffen. Aber überall da, wo sich der Mensch häuslich niedergelassen hat, lauern natürlich Gefahren, auf die die Katze von Natur aus nicht eingerichtet ist. Als Beispiele seien hier nur Strassenverkehr, landwirtschaftliche Maschinen oder Gifte genannt.

Todesursache Nummer eins, der Verkehr

Gerade dem Strassenverkehr und sei er auch noch so gering, fallen die meisten Freigängerkatzen zum Opfer. Denn es ist ihnen nicht möglich, Geschwindigkeit und Verhalten der Autos richtig einzuschätzen. So manche vermeintlich entlaufene Katze hat ihr Leben im Strassengraben beendet und ist von der Stadtreinigung entsorgt worden.

Keine Angst vor Raubtieren

Auf dem Lande gehört so mancher Jäger zu den scheinbar natürlichen Feinden der Katzen. Damit sind nicht etwa Greifvögel oder Füchse, sondern die menschlichen Vertreter dieser Gattung gemeint. Die meisten unserer heimischen Greifvögel sind nämlich kaum in der Lage, Katzen zu schlagen. Und wenn doch, so ziehen sie aus ihrem eigenen Sicherheitsbedürfnis heraus weniger wehrhafte Beute vor.
Fuchs und Katze pflegen eher ein ignorantes Nebeneinander. Auch hier gilt, wenn sich ein Raubtier mit einem anderen Raubtier anlegt ist die Verletzungsgefahr viel zu gross. Gerade allein jagende Raubtiere gehen in der Regel kein überflüssiges Risiko ein.

Schneller als Fuchs und Hund

Allerdings keine Regel ohne Ausnahme. Besonders kranke Füchse (Tollwut, Räude) verhalten sich unnormal und können auch Katzen angreifen. Aber auch hier sollte man die freilaufenden Stubentieger nicht unterschätzen. Katzen sind schneller als Hunde oder Füchse und sie können besser klettern. In bekanntem Revier sind gesunde Katzen buchstäblich nicht zu fassen.

Infektionsrisiko

Lebewesen, die den Katzen wirklich gefährlich werden können, sind neben dem Menschen vor allem die mikroskopisch kleinen Krankheitserreger. Die werden beim Beschnüffeln von Markierungen anderer Tiere, von Kot, beim Putzen oder beim Verspeisen von Beutetieren aufgenommen. Viren, Bakterien, Würmer, Zecken und andere Parasiten, sind die Gegner, mit denen sich die Katzen tagtäglich auseinanderzusetzen haben. Die meisten davon sind für Katzen weitgehend harmlos, denn Katzen verfügen nicht nur über ein relativ gutes Immunsystem, sondern auch über eine wohlkonzentrierte Magensäure, die vielen Erregern schnell den Garaus macht.

Impfungen obligatorisch

Trotzdem, gerade bei Freigängern ist eine solide Grundimmunisierung durch Impfen wichtig. Denn Tollwut, Katzenseuche, Katzenschnupfen und Leukose stellen für Katzen eine ernste Gefahr dar und die Erreger (mit Ausnahme der Tollwut) sind allgegenwärtig.
Auch wenn Deutschland weitgehend frei von Tollwut ist, sollte der besorgte Katzenbesitzer diese Impfung dennoch durchführen lassen. Denn wenn in einem Gebiet die meldepflichtige Tollwut auftritt, müssen ungeimpfte Katzen von Amts wegen eingeschläfert werden, um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern.
Und natürlich sollten Freigängerkatzen mehr noch als reine Wohnungskatzen regelmäßig gegen Parasiten und Würmer behandelt werden.

In der Wohnung füttern

Gerade, um mögliche Erkrankungen zu bemerken und rechtzeitig darauf zu reagieren, sollten Freigängerkatzen regelmäßig die Wohnung und wenn möglich auch das dort aufgestellte Katzenklo aufsuchen. Denn hier kann man schnell feststellen, ob die Katze Durchfall, Verstopfung oder andere Unregelmässigkeiten zeigt, ob sie sich Verletzungen (beispielsweise bei Revierkämpfen) zugezogen oder wieder einmal Zecken eingesammelt hat. Am besten füttert man grundsätzlich zu regelmässigen Zeiten in der Wohnung.

Geschützter Freigang

Je nach Risikolage des Umfeldes kann man Katzen natürlich auch geschützten Freigang gewähren. Das heisst, ein Teil des Geländes wird ausbruchsicher umzäunt. Hierfür bietet der Fachhandel verschiedene Möglichkeiten. Vom stabilen, hohen Katzenzaun bis hin zu Elektrozäunen für Kleintiere. Diese sind für Katzen völlig unproblematisch, denn Spannung und Stromstärke sind hier so ausgelegt, dass der Katze beim Berühren des Zaunes keine Schmerzen zugefügt werden. Meist spüren die Katzen den fliessenden Strom bereits in einigen Zentimetern Entfernung und meiden von sich aus diese Grenze.

Auf Trebe

Verzichtet man auf den geschützten Freigang, kann es passieren, dass der Stubentieger gelegentlich einige Tage wegbleibt. Das muß nicht immer gleich Unfall oder Tod bedeuten. Manchmal ist es einfach viel zu interessant draußen, wenn man beispielsweise auf andere, vielleicht streunende Katzen trifft. Oder aber die Katze hat in ihrer Neugier einen benachbarten Keller oder eine Scheune untersucht und ist dabei versehentlich vom Besitzer eingesperrt worden.

Mit den Augen der Katze

In jedem Fall sollte natürlich gesucht werden, wenn die Samtpfote nicht pünktlich zum Essen erscheint. Die Suche wird um so erfolgreicher sein, je besser der Halter das Revier seiner Katze kennt. Denn Katzen sind auch Gewohnheitstiere, haben teilweise feste Wege, beliebte Ruhe- Beobachtungs- oder Ausguckplätze. Wenn man sich ein wenig Zeit nimmt, ist es meist gar nicht so schwer, das Revier kennenzulernen, mit den Augen der Katze zu sehen und diese auch dann aufzustöbern, wenn sie sich vor einem verstecken will.
Beim Kennenlernen des Katzenreviers hilft es natürlich auch, sich immer wieder mit den Nachbarn über ihre Katzensichtungen zu unterhalten. Denn Katzenreviere können im Einzelfall recht gross sein.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Das Prinzip Katze

Eigenarten und Verhalten des Stubentigers

Katzen und Menschen könnten, ungeachtet gewisser Gemeinsamkeiten, unterschiedlicher kaum sein. Katzen sind von ihrer natürlichen Grundkonzeption her autonome Wesen. Sie brauchen keine Gesellschaft. Menschen sind „Herdentiere“ und damit auf die soziale Gemeinschaft angewiesen. Und dieser Unterschied hat auch gegensätzliche Denk- und Handlungsweisen zur Folge.

Gesellige Einzelgänger

Bei aller Geselligkeit, die unsere Hauskatzen aufweisen, Jagd und Gefahr wird in der Regel individuell bewältigt. Wer schon einmal versucht hat, seine total verängstigte Katze bei Gewitter oder zu Silvester aus ihrem Versteck zu „zerren“, um sie zu beruhigen, weiß, dass das Vertrauen in die Gemeinschaft bei Katzen ihre Grenzen hat. Unsere Beruhigungs- und Beschützerversuche bedeuten nur noch zusätzlichen Stress. Und mit Sicherheit hat man ungekehrt kaum einmal eine Katze beobachtet, die versucht, ihren Menschen vor akuter Gefahr wie z.B. einem Hundeangriff zu schützen.

Interesse an Veränderungen

Es heißt immer, Katzen mögen keine Veränderungen. Dabei gibt es für Katzen nichts spannenderes, als Veränderungen; solange nicht ihre Sicherheitsinteressen gefährdet sind. Es ist immer erstaunlich, wie stark Katzen an Baumaßnahmen auch innerhalb ihres vertrauten Reviers interessiert sind. Man errichte beispielsweise einen neuen Kratzbaum, eine gravierende Veränderung, im Wohnzimmer. In Anwesenheit der Katzen ist dies für alle Beteiligten abenteuerlich. Hier wird alles untersucht, bis hin zu Werkzeug und Verpackung. Und das ist auch kein Wunder, denn durch Veränderungen können Katzen lernen. Und Selbständiges Lernen ist eine Existenzgrundlage für Katzen.

Lernen als Überlebensgrundlage

Katzen lernen durch Beobachten. Und sie beobachten so lange, bis sie gelernt haben. Wenn Katzen nicht gerade schlafen, dösen, fressen, kuscheln, spielen oder jagen, dann beobachten und lernen sie.
Priorität beim Lernen ist übrigens die Erkundung des Reviers, sei es die Wohnung, sei es Draußen. Katzen prägen sich bei ihren Rundgang durch das Revier eine Landkarte aus Gerüchen, sicheren und unsicheren Wegen, Verstecken, Standorten anderer Lebewesen, strategisch günstigen Beobachtungsposten, Mäuselöchern und Kanninchenbauten etc. ein. Und diese Karte wird ständig aktualisiert, Veränderungen werden registriert und abgespeichert. Ist Gefahr in Verzug, können sie ohne weiter nachzudenken, blitzartig reagieren und das nächste sichere Versteck aufsuchen. Das Problem bei Veränderungen ist also nicht die Veränderung selbst, sondern nicht registrierte oder nicht verstandene Veränderungen, oder Veränderungen, die direkt ihre Sicherheitsbedürfnisse berühren.

Zwischen Wagemut und Vorsicht

Als Einzelgänger sind Katzen außerordentlich vorsichtig. Wenn sie z.B. scheinbar wagemutig und provozierend an fremden Hunden vorbeischlendern, dass uns um unsere kleinen Lieblinge Angst und Bange wird, dann haben sie schon längst Fluchtplan A und für den Notfall auch Fluchtplan B und für beide Fälle auch die nötige Fluchtdistanz im Kopf. Kritisch wird es allerdings, wenn die abgespeicherte Landkarte nicht mehr aktuell ist oder aber, wenn der besorgte Mensch versucht, seine Katze zu beschützen und damit die ganze sorgfältige Planung der Katze durcheinander bringt.

Hund und Katze

Katzen und Hunde haben unterschiedliche Körpersprachen und können sich deshalb in der Regel nicht verstehen, heißt es immer wieder. Aber da unterschätzt man zumindest die Intelligenz der Katzen ganz gewaltig. Wenn sie die Gelegenheit haben, also keine schlechten Erfahrungen, sichere Verstecke, vertraute Umgebung und Zeit, dann beobachten sie die Hunde und lernen deren Sprache zu verstehen. Im ungebrochenen Willen, alles über diese mögliche vierbeinige Gefahr im eigenen Revier zu erfahren, lassen sich die Katzen, immer die geeigneten Rahmenbedingungen vorausgesetzt, sogar zu Provokationen hinreißen.
Katzen wissen durchaus, dass Hunde keine Katzen sind und Menschen auch nicht. Und sie wissen auch, dass diese Wesen eben eine andere Sprache sprechen, die es unbedingt zu erlernen gilt.

Katzen als Sprachgenies

Und wer sich jemals durch eine Katze manipuliert gefühlt hat, der sollte begriffen haben, dass auch das Erlernen der menschlichen (Körper-)Sprache für die Katzen eine leichte Übung ist. Und da die Menschen sich mit der Katzensprache immer noch schwer tun, hat die Katze ihrerseits sogar eine Sprache für Menschen entwickelt. Wir können die verstehen, wenn wir das tun, was die Katzen machen: beobachten und lernen und uns dabei Zeit lassen.