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Montag, 4. April 2022

Sally im Gespräch mit Fabien, dem Gestiefelten Kater

Kürzlich traf ich auf meinen Streifzügen durch die Zauberwälder des Regenbogenlandes auf einen sehr zuvorkommenden grauen Kater. Wir plauschten so über dies und jenes und natürlich auch über unsere Zweibeiner. Dabei stellte sich heraus, dass es sich bei dem ein wenig altmodisch maunzenden Artgenossen in gewissem Sinne nicht nur um einen Kollegen, sondern auch um eine echte aber total verkannte Berühmtheit handelt: den sogenannten Gestiefelten Kater.

Ich habe ihn natürlich gleich interviewt, schließlich gibt es da so einiges klarzustellen. Das beginnt bereits damit, dass in der Menschenwelt gar nicht bekannt ist, dass der gestiefelte Kater sein Vorbild in Fabien, dem Kater des Märchensammlers und -schreibers Charles Perrault (1628 – 1703) hatte. Nicht einmal die Tatsache, dass Perrault überhaupt einen Kater hatte, ist überliefert.

Samstag, 3. September 2016

Sally im Gespräch mit Matthew Flinders Schiffskater Trim

Als Reporterkatze ist unsere kleine Sally Sorglos in die Geschichte der Fellnasen eingegangen. Legendäre Interviews beispielsweise mit Egon dem Kater, Max Schneider oder Benno Schwarzbär hatte sie für Katzen-Kultur geführt. Obwohl unsere geliebte Fellnase am 7. Mai 2015 über die Regenbogenbrücke gegangen ist, kann Katzen-Kultur heute mit einem weiteren legendären Sally-Interview aufwarten. Denn Sally wäre nicht Sally, wenn sie im Regenbogenland ihre Leidenschaft für das investigative Katergespräch aufgegeben hätte. Und so ließ sie mir letztens im Traum eine spannende Botschaft zukommen: „Hallo Wolfgang, rate mal, wen ich hier getroffen habe. Trim! Ja, Trim, den Schiffskater über den Du in Deinem Buch Forscher, Katzen und Kanonen so viel geschrieben hast. Da dachte ich mir, den muss ich doch mal ausführlich intermaunzen. Da gab es ja auch noch einige offene Fragen, unter anderem hinsichtlich seines Ablebens.“

Und dann hat mir meine kleine Schwarzmaus ihr Gespräch mit dem berühmten historischen Schiffskater, der 1804 auf der Isle de France (Mauritius im Indischen Ozean) spurlos verschwunden war, gewissermaßen in die Träumtasten geschnurrt.

Freitag, 8. Mai 2015

fare well kleine Sally



Hommage an eine außergewöhnliche Fellnase

Das Leben, das unsere kleine Sally Sorglos seit dem 7. Mai 2015 hinter sich hat, war nicht immer leicht. Immerhin rund 15 Jahre ist die zierliche schwarze Katze mit weißem Latz und Bauch, den erstaunlich großen weißen Pfötchen, der weißen Schwanzspitze und der lustigen Gesichtszeichnung geworden, 13 davon durften wir mit ihr verbringen. 

Donnerstag, 23. Mai 2013

Wie Katz mich um die Pfote wickelt



ein Beitrag zur Blogparade von Tina Krogulls Miscellaneous


Zu dem Thema "Sie haben uns in ihrer Pfote" hat Tina Krogull auf ihrem Blog Miscellaneous eine Blogparade auf die Beine gestellt. Dort erfährt der geneigte Leser auch, was eine Blogparade überhaupt ist. Mein Beitrag zum Thema beginnt mit der Feststellung, dass Katzen ganz allgemeine, offensichtlich angeborene Strategien haben, ihre Menschen um die Pfote zu wickeln. Aber dann gibt es doch noch das spezielle, auf den jeweiligen Menschen zugeschnittene Instrumentarium, die individuelle Hilfestellung unserer Pelzgenossen für den begriffsstutzigen Zweibeiner, wie die folgenden Zeilen zeigen.

Mittwoch, 26. September 2012

Interview mit einem Kater 3











Sally im Gespräch mit Max Schneider

Er gilt als Gourmand und Bonvivant der Katzenszene und manch ein Künstler hat Bildnisse von ihm angefertigt, die ihn in die Nähe der Götterwelt rücken. Die Rede ist von Max Schneider, einem Vertreter unserer Spezies, der felis silvestris catus, dem diese Bezeichnung ganz besonders auf den Leib geschnitten zu sein scheint. So deutet bereits das Wort „silvestris“ darauf hin, dass es Max – natürlich nur im übertragenen Sinne – gerne mal krachen lässt und sich gelegentlich auch mal auf den einen oder anderen ungeschützten Nasenstupser einlässt. Aber der feline Halbgott hat auch seine praktisch-intellektuellen Stärken, wie der Zusatz „catus“ (lat. pfiffig, gewandt, scharfsinnig) belegt.
Für das Magazin katzen-kultur möchte ich mich im persönlichen Gespräch der Persönlichkeit des Max Schneider nähern, der  – wie Sie, liebe Leser, sehen werden – trotz seiner Berühmtheit ganz bodenständig und bescheiden (für einen Kater!) geblieben ist – die regelmäßige Versorgung mit Wurstpaketen vorausgesetzt.

Dienstag, 4. September 2012

Die Story von Sally und Benno 4



Das Ende des goldenen Zeitalters


Schon als wir Nando und Garfield kennengelernt hatten waren sie nicht mehr die Jüngsten. Und natürlich waren die vergangenen fünf, sechs Jahre auch nicht spurlos an den beiden vorübergegangen. Als Nando schließlich über die Regenbogenbrücke ging und eine zwar immer noch selbstbewusste aber wackelige und taube Garfield zurückgelassen hatte, da änderte sich für die Drei aus dem Tierheim so einiges.

Der alte Nando in Begleitung von Benno
Die Besitzer des Reiterhofes hatten sich gleich zwei neue Hunde zugelegt. Jung und verspielt waren sie und während Garfield den stürmischen Gesellen erfolgreich trotzte, indem sie sich einfach mitten in den Hof setzte und sich nur durch ihre Körpersprache von Beginn an Respekt verschaffte, waren unsere drei nun bald nicht mehr ihres Lebens sicher. Nicht, dass die beiden neuen Hunde ein wirkliches Problem dargestellt hätten. Es wäre ein Leichtes gewesen, ihnen beizubringen, dass unsere drei zum Hof gehörten und daher Tabu waren. Immerhin hatten Benno und Sally – die an ihrem Logenplatz unter dem Kotflügel auf dem Vorderreifen oder auf der Hinterachse meines Geländewagens ohnehin unangreifbar war – nach ausgiebiger Beobachtung der beiden Spielkälber bereits erste Testprovokationen gestartet.

Montag, 3. September 2012

Die Story von Sally und Benno 3


Bei den Kumpels abgemeldet


Zwei Monate waren vergangen und längst kamen weder fremde Katzen noch Waschbären noch Igel, um sich ihren Winterschlafspeck anzufressen. Denn es war schon Winter, Frost und erster Schnee hatten schon Einzug gehalten und die kleine Sally irrte noch immer draußen herum.

ein beliebter Aussichtsplatz von Sally
Aber immerhin akzeptierte sie inzwischen unsere Anwesenheit und wenn wir die Tür nicht wieder verschlossen, dann kam sie auch schon für ein paar Minuten zu uns ins Zimmer, um sich hier vorsichtig umzusehen. Und als sie sich dann auch schon mal behutsam streicheln ließ, bevor sie wieder verschwand, wagten wir es, sie einzufangen und wieder auf den Heuboden zu ihren Kumpels zurückzubringen.
Als hätte die kleine Katze nicht schon genug durchgemacht, ereilte sie nun der nächste Schicksalsschlag. Benno und Tinka hatten sich angefreundet und nach ihrer langen Abwesenheit war Sally für die beiden nun eine fremde Katze geworden, die in ihr Revier eindrang. Ganz praktisch bedeutete dies, dass Benno und Tinka die kleine Schwarze so lange jagten und prügelten, bis sie sich in eine Ecke des Heubodens verkroch und sich nicht wieder hervortraute. Zum Füttern mussten wir erst ihr Versteck finden und die so lange vor den anderen beschützen, bis sie wenigstens etwas von ihrem Futter vertilgt hatte. Und während die anderen beiden fröhlich auf dem Heuboden herumtollten und Mäuse jagten, musste sich Sally irgendwelche versteckten Gänge entlangschleichen, um von den Beiden nur nicht entdeckt zu werden.

Sonntag, 2. September 2012

Die Story von Sally und Benno 2


Der Kampf um Sallys Rückkehr


Lange Zeit fühlten sich die Katzen auf dem Heuboden recht wohl. Es gab genügend zu jagen, es gab ausreichend Verstecke und es gab viele kuschelige Plätze in Heu und Stroh. Aber dann, eines Herbsttages, war Sally verschwunden, einfach weg. So sehr wir auch suchten und lockten, die kleinste der drei Katzen, die kurzbeinige Sally war nicht mehr auf dem Heuboden.

Samstag, 1. September 2012

Die Story von Sally und Benno 1


Einige Leser des Interviews, das die Redaktionskatze Sally mit Benno, dem Chef der Schwarzbärflotte geführt hat, waren ob des etwas gehässigen Untertons Sallys ein wenig irritiert. Aber Sally und Benno haben eine sehr lange und recht schwierige gemeinsame Vergangenheit, die ich zum Verständnis des gespannten Verhältnisses zwischen den Beiden an dieser Stelle in mehreren Teilen vorstellen werde.
Es begann im Jahr 2002, als es meine Frau und ich von Berlin auf einen nordosthessischen Reiterhof verschlagen hatte.

Wie wir Katzenmenschen wurden


Warum es ausgerechnet diese drei Katzen waren, die aus dem Tierheim auf den Reiterhof geholt wurden, daran erinnert sich niemand so richtig. Tatsache ist, dass es eigentlich nur zwei Katzen sein sollten, die als Ratten- und Mäusejäger auf dem Hof eingesetzt werden sollten. Es ging den Besitzern des Reiterhofes also nicht wirklich um die Liebe zu Katzen, sondern darum, dass sie ihren Zweck erfüllten. Letztendlich waren es eben drei der Pelztiere, ungefähr ein bis zwei Jahre alt, wie man im Tierheim erklärte.

Freitag, 31. August 2012

Interview mit einem Kater 2



 

 

Sally im Gespräch mit dem Chef der Schwarzbärflotte






In den letzten Monaten hat mein Mensch eine Reihe von Büchern herausgegeben, geschrieben, gemacht . . . ach was weiß ich denn. Da ist dann dieses kleine Viech, dass immer solche sauber untereinander aufgereihten Fliegendreckspuren hinter sich herzieht, wie verrückt über den Schirm gesaust. Mein Mensch redet bei den Fliegenschisslinien immer von Schrift oder Text. „Hilfe, mein Text . . . nicht schon wieder . . . lass das“, nörgelt er immer, wenn ich seinem Geklapper mal etwas Substanzielles hinzufügen möchte. Egal, uninteressant, ich darf dieses Flitzeding sowieso nicht fangen und mitschreiben lässt er mich auch nicht. Aber beobachten darf man als Redaktionskatze doch wohl noch!!

Dienstag, 28. August 2012

Interview mit einem Kater



Katze Sally
im Gespräch mit
Egon dem Kater






Eigentlich war es ja zu erwarten: Beim Interview zwischen Wolfgang Schwerdt (hab ich mir aus welchen Gründen auch immer als meinen Menschen ausgesucht), Anna Janas, die (Plapper-) Tante von Egon, und Egon dem Kater kam ausgerechnet der edle norwegische Waldfeline nur unzureichend zu Wort – Menschen eben! Zum Beweis habe ich hier den Link zumMenscheninterview in der Nordhessenschau beifügen lassen. Allein die Tatsache, dass dort das Bild von Anna an erster Stelle kommt, ist ja wohl bezeichnend genug.
Als gestandene – der Ausgewogenheit verpflichtete – Journalistenkatze habe ich nun beschlossen, selbst ein Interview mit Egon zu führen, um seiner Bedeutung im Publikationsprozess, der dem obengenannten Interview eigentlich zugrunde liegt, gerecht zu werden.