Kürzlich traf ich auf meinen Streifzügen durch die Zauberwälder des Regenbogenlandes auf einen sehr zuvorkommenden grauen Kater. Wir plauschten so über dies und jenes und natürlich auch über unsere Zweibeiner. Dabei stellte sich heraus, dass es sich bei dem ein wenig altmodisch maunzenden Artgenossen in gewissem Sinne nicht nur um einen Kollegen, sondern auch um eine echte aber total verkannte Berühmtheit handelt: den sogenannten Gestiefelten Kater.
Ich habe ihn natürlich gleich interviewt, schließlich gibt es da so einiges klarzustellen. Das beginnt bereits damit, dass in der Menschenwelt gar nicht bekannt ist, dass der gestiefelte Kater sein Vorbild in Fabien, dem Kater des Märchensammlers und -schreibers Charles Perrault (1628 – 1703) hatte. Nicht einmal die Tatsache, dass Perrault überhaupt einen Kater hatte, ist überliefert.
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Montag, 4. April 2022
Samstag, 3. September 2016
Sally im Gespräch mit Matthew Flinders Schiffskater Trim
Als
Reporterkatze ist unsere kleine Sally Sorglos in die Geschichte der Fellnasen
eingegangen. Legendäre Interviews beispielsweise mit Egon dem Kater, Max
Schneider oder Benno Schwarzbär hatte sie für
Katzen-Kultur geführt. Obwohl unsere geliebte Fellnase am 7. Mai 2015 über die Regenbogenbrücke gegangen ist, kann Katzen-Kultur heute mit einem weiteren legendären Sally-Interview
aufwarten. Denn Sally wäre nicht Sally, wenn sie im Regenbogenland ihre
Leidenschaft für das investigative Katergespräch aufgegeben hätte. Und so ließ
sie mir letztens im Traum eine spannende Botschaft zukommen: „Hallo Wolfgang, rate mal, wen ich hier
getroffen habe. Trim! Ja, Trim, den Schiffskater über den Du in Deinem Buch Forscher, Katzen und Kanonen so viel
geschrieben hast. Da dachte ich mir, den muss ich doch mal ausführlich
intermaunzen. Da gab es ja auch noch einige offene Fragen, unter anderem
hinsichtlich seines Ablebens.“
Sonntag, 17. April 2016
Freitag, 8. Mai 2015
fare well kleine Sally
Hommage an eine außergewöhnliche Fellnase
Das Leben, das unsere kleine Sally Sorglos
seit dem 7. Mai 2015 hinter sich hat, war nicht immer leicht. Immerhin rund 15
Jahre ist die zierliche schwarze Katze mit weißem Latz und Bauch, den erstaunlich großen
weißen Pfötchen, der weißen Schwanzspitze und der lustigen Gesichtszeichnung
geworden, 13 davon durften wir mit ihr verbringen.
Donnerstag, 23. Mai 2013
Wie Katz mich um die Pfote wickelt
ein Beitrag zur
Blogparade von Tina Krogulls Miscellaneous
Zu dem Thema "Sie haben uns in ihrer Pfote" hat Tina Krogull auf ihrem Blog Miscellaneous eine Blogparade auf die Beine gestellt. Dort erfährt der geneigte Leser auch, was eine Blogparade überhaupt ist. Mein Beitrag zum Thema beginnt mit der Feststellung, dass Katzen ganz allgemeine, offensichtlich angeborene Strategien haben,
ihre Menschen um die Pfote zu wickeln. Aber
dann gibt es doch noch das spezielle, auf den jeweiligen Menschen
zugeschnittene Instrumentarium, die individuelle Hilfestellung unserer Pelzgenossen für den begriffsstutzigen
Zweibeiner, wie die folgenden Zeilen zeigen.Mittwoch, 26. September 2012
Interview mit einem Kater 3
Sally im Gespräch mit Max Schneider
Für das Magazin katzen-kultur möchte ich mich im persönlichen Gespräch der
Persönlichkeit des Max Schneider nähern, der
– wie Sie, liebe Leser, sehen werden – trotz seiner Berühmtheit ganz
bodenständig und bescheiden (für einen Kater!) geblieben ist – die regelmäßige
Versorgung mit Wurstpaketen vorausgesetzt.
Dienstag, 4. September 2012
Die Story von Sally und Benno 4
Das Ende des goldenen Zeitalters
Schon als wir Nando und Garfield
kennengelernt hatten waren sie nicht mehr die Jüngsten. Und natürlich waren die
vergangenen fünf, sechs Jahre auch nicht spurlos an den beiden vorübergegangen.
Als Nando schließlich über die Regenbogenbrücke ging und eine zwar immer noch selbstbewusste
aber wackelige und taube Garfield zurückgelassen hatte, da änderte sich für die
Drei aus dem Tierheim so einiges.
![]() |
| Der alte Nando in Begleitung von Benno |
Die Besitzer
des Reiterhofes hatten sich gleich zwei neue Hunde zugelegt. Jung und verspielt
waren sie und während Garfield den stürmischen Gesellen erfolgreich trotzte,
indem sie sich einfach mitten in den Hof setzte und sich nur durch ihre
Körpersprache von Beginn an Respekt verschaffte, waren unsere drei nun bald nicht
mehr ihres Lebens sicher. Nicht, dass die beiden neuen Hunde ein wirkliches
Problem dargestellt hätten. Es wäre ein Leichtes gewesen, ihnen beizubringen,
dass unsere drei zum Hof gehörten und daher Tabu waren. Immerhin hatten Benno
und Sally – die an ihrem Logenplatz unter dem Kotflügel auf dem Vorderreifen
oder auf der Hinterachse meines Geländewagens ohnehin unangreifbar war – nach
ausgiebiger Beobachtung der beiden Spielkälber bereits erste Testprovokationen
gestartet.
Montag, 3. September 2012
Die Story von Sally und Benno 3
Bei den Kumpels abgemeldet
Zwei Monate waren vergangen und längst
kamen weder fremde Katzen noch Waschbären noch Igel, um sich ihren
Winterschlafspeck anzufressen. Denn es war schon Winter, Frost und erster
Schnee hatten schon Einzug gehalten und die kleine Sally irrte noch immer draußen
herum.
![]() |
| ein beliebter Aussichtsplatz von Sally |
Aber
immerhin akzeptierte sie inzwischen unsere Anwesenheit und wenn wir die Tür
nicht wieder verschlossen, dann kam sie auch schon für ein paar Minuten zu uns
ins Zimmer, um sich hier vorsichtig umzusehen. Und als sie sich dann auch schon
mal behutsam streicheln ließ, bevor sie wieder verschwand, wagten wir es, sie einzufangen
und wieder auf den Heuboden zu ihren Kumpels zurückzubringen.
Als hätte
die kleine Katze nicht schon genug durchgemacht, ereilte sie nun der nächste
Schicksalsschlag. Benno und Tinka hatten sich angefreundet und nach ihrer
langen Abwesenheit war Sally für die beiden nun eine fremde Katze geworden, die
in ihr Revier eindrang. Ganz praktisch bedeutete dies, dass Benno und Tinka die
kleine Schwarze so lange jagten und prügelten, bis sie sich in eine Ecke des Heubodens
verkroch und sich nicht wieder hervortraute. Zum Füttern mussten wir erst ihr
Versteck finden und die so lange vor den anderen beschützen, bis sie wenigstens
etwas von ihrem Futter vertilgt hatte. Und während die anderen beiden fröhlich
auf dem Heuboden herumtollten und Mäuse jagten, musste sich Sally irgendwelche versteckten
Gänge entlangschleichen, um von den Beiden nur nicht entdeckt zu werden.
Sonntag, 2. September 2012
Die Story von Sally und Benno 2
Der Kampf um Sallys Rückkehr
Lange Zeit fühlten sich die Katzen auf dem
Heuboden recht wohl. Es gab genügend zu jagen, es gab ausreichend Verstecke und
es gab viele kuschelige Plätze in Heu und Stroh. Aber dann, eines Herbsttages,
war Sally verschwunden, einfach weg. So sehr wir auch suchten und lockten, die
kleinste der drei Katzen, die kurzbeinige Sally war nicht mehr auf dem Heuboden.
Samstag, 1. September 2012
Die Story von Sally und Benno 1
Einige Leser des Interviews, das die Redaktionskatze Sally mit Benno, dem Chef der Schwarzbärflotte geführt hat, waren ob des etwas gehässigen Untertons Sallys ein wenig irritiert. Aber Sally und Benno haben eine sehr lange und recht schwierige gemeinsame Vergangenheit, die ich zum Verständnis des gespannten Verhältnisses zwischen den Beiden an dieser Stelle in mehreren Teilen vorstellen werde.
Es begann im Jahr 2002, als es meine Frau und ich von Berlin auf einen nordosthessischen Reiterhof verschlagen hatte.
Wie wir Katzenmenschen wurden
Warum es ausgerechnet diese drei Katzen
waren, die aus dem Tierheim auf den Reiterhof geholt wurden, daran erinnert
sich niemand so richtig. Tatsache ist, dass es eigentlich nur zwei Katzen sein
sollten, die als Ratten- und Mäusejäger auf dem Hof eingesetzt werden sollten.
Es ging den Besitzern des Reiterhofes also nicht wirklich um die Liebe zu
Katzen, sondern darum, dass sie ihren Zweck erfüllten. Letztendlich waren es
eben drei der Pelztiere, ungefähr ein bis zwei Jahre alt, wie man im Tierheim
erklärte.
Freitag, 31. August 2012
Interview mit einem Kater 2

Sally im Gespräch mit dem Chef der Schwarzbärflotte
In den letzten Monaten hat mein Mensch eine
Reihe von Büchern herausgegeben, geschrieben, gemacht . . . ach was weiß ich
denn. Da ist dann dieses kleine Viech, dass immer solche sauber untereinander
aufgereihten Fliegendreckspuren hinter sich herzieht, wie verrückt über den
Schirm gesaust. Mein Mensch redet bei den Fliegenschisslinien immer von Schrift
oder Text. „Hilfe, mein Text . . . nicht schon wieder . . . lass das“, nörgelt
er immer, wenn ich seinem Geklapper mal etwas Substanzielles hinzufügen möchte.
Egal, uninteressant, ich darf dieses Flitzeding sowieso nicht fangen und mitschreiben
lässt er mich auch nicht. Aber beobachten darf man als Redaktionskatze doch
wohl noch!!
Dienstag, 28. August 2012
Interview mit einem Kater
Katze Sally
im Gespräch mit
Egon dem Kater
Eigentlich war es ja zu erwarten: Beim
Interview zwischen Wolfgang Schwerdt (hab ich mir aus welchen Gründen auch
immer als meinen Menschen ausgesucht), Anna Janas, die (Plapper-) Tante von
Egon, und Egon dem Kater kam ausgerechnet der edle norwegische Waldfeline nur
unzureichend zu Wort – Menschen eben! Zum Beweis habe ich hier den Link zumMenscheninterview in der Nordhessenschau beifügen lassen. Allein die Tatsache,
dass dort das Bild von Anna an erster Stelle kommt, ist ja wohl bezeichnend
genug.
Als gestandene – der Ausgewogenheit
verpflichtete – Journalistenkatze habe ich nun beschlossen, selbst ein
Interview mit Egon zu führen, um seiner Bedeutung im Publikationsprozess, der
dem obengenannten Interview eigentlich zugrunde liegt, gerecht zu werden.
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