Mittwoch, 8. Mai 2024

Der Schutz unserer Meere

Gefährdungen, Chancen und Rechtslage eines einzigartigen Ökosystems

Wohl kaum ein Lebensraum auf der Welt ist (dem homo sapiens) noch so unbekannt, wie das Meer. Das liegt vor allem daran, dass das Meer zwar natürlicher Lebensraum für unzählige Organismen und Spezies, nicht aber des Menschen ist. Gleichwohl stellt das Meer eine zentrale ökologische Lebensgrundlage des Menschen und der anderen erdgebundenen Organismen dar. Doch mit Beginn des industriellen Zeitalters wurde diese fremde Welt zum Gegenstand ungebremster wirtschaftlicher Begierden. Und während die Zusammenhänge zwischen Raubbau an der Natur, Artensterben und Klimawandel an Land zumindest so weit erforscht sind, dass man der verheerenden Entwicklung bei entsprechendem politischem Willen mit nationalen und internationalen Schutzmaßnahmen und -programmen noch einigermaßen entgegensteuern könnte, stellt das Meer eine völlig andere Herausforderung dar, auf die die terrestrischen Programme und Regelwerke nur bedingt anwendbar sind.

Donnerstag, 11. April 2024

Weg mit der industriellen Landwirtschaft

Globale Studie: Diversifizierte Landwirtschaft stärkt Ernährungssicherheit und biologische Vielfalt

Nachhaltige Rinderhaltung in Meta, Kolumbien. Im Rahmen nachhaltigerRinderhaltungspraktiken wird die Milchproduktion gesteigert.
Quelle: Edilson Ortiz Arango




Pressemitteilung der Universität Göttingen vom 05.04.2024
Mischung von Viehhaltung und Ackerbau, Integration von Blühstreifen und Bäumen, Wasser- und Bodenschutz und vieles mehr: Eine umfangreiche globale Studie unter der Leitung der Universitäten Kopenhagen und Hohenheim und mit Beteiligung der Universität Göttingen hat die Auswirkungen einer diversifizierten Landwirtschaft untersucht. Das Ergebnis ist eindeutig: Die positiven Effekte auf Menschen und die Umwelt nehmen mit jeder Maßnahme zu, während negative Auswirkungen kaum zu finden sind. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse in der Fachzeitschrift Science.

Mittwoch, 13. März 2024

IndustrieInsekten - In einem unbekannten Land

Ausstellung im LWL-Museum Textilwerk Bocholt vom 17.3. - 3.11.2024

Am Ufer der Aa in Bocholt entdeckte Naturfotograf Klaus Rieboldt die Larvenhaut einer blaugrünen Mosaikjunger. Die Aufnahme mit dem Spinnereigebäude im Hintergrund ist das Titelmotiv der Ausstellung "IndustrieInsekten" im Textilwerk, die am Sonntag eröffnet.
Foto: LWL / Klaus Rieboldt
  
 

Presseinformation lwl. Schillernde Farben, fremdartige Gestalten, erstaunliche Fähigkeiten: Insekten sind faszinierend. Weltweit gibt es über eine Million bekannte Arten. Doch die Bestände schwinden. In Deutschland steht von 33.000 Arten inzwischen jede zweite auf der "Roten Liste". Die Fotografin Ute Matzkows und der Fotograf Klaus Rieboldt haben Insekten auf den Arealen der acht LWL-Museen für Industriekultur aufgespürt.

Samstag, 2. März 2024

Elefanten, Giraffen & Co fördern vielfältige Ökosysteme

Forschungsteam zeigt mit Meta-Analyse enorme ökologische Bedeutung großer Pflanzenfresser

Spießböcke
Quelle: Andrew J. Abraham
(Pressemitteilung der Universität Göttingen vom 28. Februar 2024) Elefanten in Europa, Riesen-Wombats in Australien und Bodenfaultiere in Südamerika – solche großen Pflanzenfresser prägten viele Millionen Jahre lang die Ökosysteme an Land. Viele starben aus, als der Mensch sich global ausbreitete. Welche dramatischen Folgen das für die Ökosysteme hatte, ist nicht vollständig geklärt. Im Vergleich zu früher sind große Pflanzenfresser selten geworden. Heute sind die Arten mit weniger Individuen vertreten und viele sind vom Aussterben bedroht. Dabei beeinflussen wildlebende große Pflanzenfresser die Ökosysteme weiterhin in vielerlei Hinsicht von den Böden über die Pflanzen und kleineren Tiere bis zur strukturellen Vielfalt der Landschaft. Das zeigt ein internationales Team unter der Leitung von Forschenden der Universitäten Göttingen und Aarhus (Dänemark) mit einer Meta-Analyse über sechs Kontinente hinweg. Sie kommen zu dem Schluss, dass Schutz- und Wiederherstellungsmaßnahmen große Pflanzenfresser einbeziehen sollten – auch, um Ökosysteme widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature Ecology & Evolution veröffentlicht.