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Montag, 9. März 2026

LUCHS

Schattenwesen und Lichtgestalt

Ein in mehrfachem Sinne wirklich schönes Buch hat der oekom-verlag zusammen mit dem Fotografen und Textautor Berndt Fischer und dem Luchs-Experten Marco Heurich zum bei uns gerade wieder heimisch gewordenen Luchs herausgebracht. Dabei hat sich Fischer gewissermaßen ins „Wohnzimmer“ der faszinierenden wilden Katze begeben, in die Welt zwischen Licht und Schatten.

Samstag, 13. Dezember 2025

Alles ist Ökologie

In seinem Buch „Alles ist Ökologie“ sucht der Professor für Ökologie, Zoologie und Evolution“ den Schlüssel zum Verständnis unseres Verhaltens. Ausgehend von der Interaktion von Organismen mit Ihresgleichen und der Umwelt, bewegt sich Mark Maraun dabei nach eigener Aussage an der Schnittstelle zwischen Ökologie und Philosophie.

Samstag, 17. Mai 2025

In Sammlung entdeckt: 40 neue philippinische Schmetterlingsarten

Forschungsteam des Museums für Naturkunde Berlin trägt zur Erfassung globaler Artenvielfalt bei

(c) Volker Borhmann & Eran Wolff

Pressemitteilung des Museums für Naturkunde Berlin vom 12.05.2025: Forschende des Museums für Naturkunde Berlin haben in zwei aktuellen Studien insgesamt 40 bisher unbekannte Schmetterlingsarten aus den Philippinen beschrieben. Dabei haben sie Material aus der Sammlung untersucht, was die hohe Relevanz naturkundlicher Sammlungen bei der Biodiversitätsentdeckung unterstreicht. Die neuen Arten gehören zur Gruppe der Zünslerfalter (Crambidae) – einer vielfältigen Familie mit oft unscheinbaren, aber ökologisch bedeutenden Faltern. Die Entdeckungen basieren auf der sogenannten Integrativen Taxonomie, die genetische und äußere Merkmale kombiniert, um Arten sicher zu identifizieren.

Samstag, 15. März 2025

5700 Jahre Sturmgeschichte

Forschungsteam analysiert Sedimentschichten in der Karibik – Hurrikan-Häufigkeit nimmt langfristig zu

(Pressemitteilung Universität Göttingen 14.03.2025) Die Anzahl tropischer Stürme und Hurrikane in der südwestlichen Karibik hat in den vergangenen 5700 Jahren kontinuierlich zugenommen – und um ein Vielfaches in den vergangenen Jahrzehnten. Das zeigt eine umfangreiche Rekonstruktion von Seesedimenten im „Great Blue Hole“, einer Unterwasserhöhle vor der Küste von Belize. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Frankfurt und mit Beteiligung der Universität Göttingen konnte dadurch die bislang umfassendste Liste von Sturmereignissen in dem Gebiet erstellen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Science Advances erschienen.

Drohnenaufnahme aus 200 Metern Höhe mit Blick nach Osten, die das „Great Blue Hole“ mit der in der Mitte verankerten Bohrplattform zeigt. Im Hintergrund ist der windzugewandte Rand des Lighthouse Reef Atolls zu sehen. - © E. Gischler

Montag, 20. Januar 2025

Souvenirs Souvenirs 1

Die Rubrik Mensch-Tier-Umwelt in den neuen Kulturstrom-Podcasts

Pünktlich zu Anfang des neuen Jahres habe ich ein neues Projekt ins Leben gerufen: Die "Kulturstrom-Podcasts". Dort gibt was zu hören zu den Themen Kulturgeschichte des Drachen, Literarisches zu Drachen, phantastische Geschichten und nicht zuletzt Beiträge zu Mensch-Tier-Umwelt. Natürlich würde ich mich freuen, wenn all diese Beiträge auf euer Interesse stießen. Vor allem, da auch die Kulturgeschichte des Drachen eine Menge mit dem Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt zu tun hat. Ganz besonders möchte ich euch aber die Rubrik Mensch-Tier-Umwelt ans Herz legen, dessen erster Beitrag heute erschienen ist und - wie alle anderen auch - als MP3-Datei heruntergeladen werden kann. Um immer auf dem Laufenden zu bleiben, solltet ihr auch unbedingt auch gleich den kostenlosen Newsletter abonnieren.

Hier geht es zu Souvenirs, Souvenirs Teil 1

Wenn einer eine Reise tut, bringt er seinen Lieben meist etwas mit. Das war auch in der Vergangenheit so und wie heute sind diese Mitbringsel für andere Kulturen, Tiere und Umwelt oft alles andere als erfreulich. Im heutigen Podcast werfen wir einen Blick in die Vergangenheit und die Sammelleidenschaft frühneuzeitlicher Forscher und “Entdecker”


Samstag, 3. August 2024

Unlearn CO2

Zeit für ein Klima ohne Krise | Konstruktive Lösungen für eine post-fossile Welt von morgen

Eine persönliche Empfehlung!
Am ersten August 2024 war es so weit. Die Macher der Treibhauspost, ein Kollektiv von engagierten Klima-Journalisten haben mit UnlearnCO2 ihr erstes Buch herausgegeben. Nun habe ich dieses Buch noch nicht gelesen und dennoch erlaube ich mir, an dieser Stelle eine Kaufempfehlung auszusprechen. Denn die Arbeit der Kollegen der Treibhauspost haben mich seit ihrem ersten Newsletter, den man kostenlos abonnieren kann, hinsichtlich ihrer gründlichen Recherchen, ihrer konstruktiven Analysen und ihrer Artikel, die nicht nur Perspektiven aufzeigen, sondern auch über den CO2-Tellerrand hinausschauen (denn der Klimawandel ist eben weitaus mehr als nur ein Treibhausgas-Problem), von ihrer Arbeit überzeugt. Und natürlich habe ich mir auch die Leseproben des Buches angeschaut und erlaube mir vor diesem Hintergrund eine Passage der Buchvorstellung der Macher in der Treibhauspost zu zitieren:

„Von Anfang an stand fest, dass wir nicht einfach noch ein Buch über die Ursachen und Probleme der Klimakrise machen wollten, davon gibt es schon so viele tolle. Deshalb haben wir uns gefragt: Worüber müssen wir dringend mehr sprechen? Wie können wir sinnvoll zur Klimadebatte beitragen?

Unsere Antwort: ein Sammelband voller Klimalösungen. Dafür haben wir zusammen mit Claudia Kemfert einige der inspirierendsten Menschen aus Wissenschaft, Journalismus und Aktivismus zusammengetrommelt.

Die Autor*innen von Unlearn CO₂ haben augenöffnende, teils sehr persönliche Texte geschrieben. Sie machen deutlich, wie wir unsere Abhängigkeit von CO₂ endlich verlernen können. Und zwar in allen Bereichen unserer Gesellschaft.“

Claudia Kemfert, Julien Gupta, Manuel Kronenberg (Hrsg.): Unlearn CO2. Zeit für ein Klima ohne Krise | Konstruktive Lösungen für eine post-fossile Welt von morgen. Ullstein 2024, Gebunden, 336 Seiten. 978-3-550-20298-8
Meine Empfehlung: ImAutorenwelt-Shop kaufen

 

 

Donnerstag, 4. Juli 2024

UrZeitReise Deutschland

36 Entdeckungen von der Zugspitze bis Helgoland

Ich gehöre ja zu den Menschen, auf die Steinbrüche eine große Faszination ausüben. Da sind zum einen die offengelegten Formationen, Schichten, Strukturen, die mir als Laien eher Rätsel aufgeben, in denen Fachleute aber erdgeschichtliche Evolution lesen können, wie in einem offenen Buch. Zum anderen ist da die natürliche Evolution, die zeigt, wie die Wunden, die der Mensch aber auch die Natur in den Erdmantel schlägt, von Flora und Fauna wiederbesiedelt, erobert und neugestaltet werden. Und zum dritten ist da das Gestein selbst, das sowohl geologische Prozesse als auch paläontologische Informationen preisgeben kann. Die 36 Entdeckungen von der Zugspitze bis Helgoland führen den/die LeserIn chronologisch durch immerhin rund 600 Millionen Jahre erlebbarer Erdgeschichte.

Mittwoch, 8. Mai 2024

Der Schutz unserer Meere

Gefährdungen, Chancen und Rechtslage eines einzigartigen Ökosystems

Wohl kaum ein Lebensraum auf der Welt ist (dem homo sapiens) noch so unbekannt, wie das Meer. Das liegt vor allem daran, dass das Meer zwar natürlicher Lebensraum für unzählige Organismen und Spezies, nicht aber des Menschen ist. Gleichwohl stellt das Meer eine zentrale ökologische Lebensgrundlage des Menschen und der anderen erdgebundenen Organismen dar. Doch mit Beginn des industriellen Zeitalters wurde diese fremde Welt zum Gegenstand ungebremster wirtschaftlicher Begierden. Und während die Zusammenhänge zwischen Raubbau an der Natur, Artensterben und Klimawandel an Land zumindest so weit erforscht sind, dass man der verheerenden Entwicklung bei entsprechendem politischem Willen mit nationalen und internationalen Schutzmaßnahmen und -programmen noch einigermaßen entgegensteuern könnte, stellt das Meer eine völlig andere Herausforderung dar, auf die die terrestrischen Programme und Regelwerke nur bedingt anwendbar sind.

Donnerstag, 11. April 2024

Weg mit der industriellen Landwirtschaft

Globale Studie: Diversifizierte Landwirtschaft stärkt Ernährungssicherheit und biologische Vielfalt

Nachhaltige Rinderhaltung in Meta, Kolumbien. Im Rahmen nachhaltigerRinderhaltungspraktiken wird die Milchproduktion gesteigert.
Quelle: Edilson Ortiz Arango




Pressemitteilung der Universität Göttingen vom 05.04.2024
Mischung von Viehhaltung und Ackerbau, Integration von Blühstreifen und Bäumen, Wasser- und Bodenschutz und vieles mehr: Eine umfangreiche globale Studie unter der Leitung der Universitäten Kopenhagen und Hohenheim und mit Beteiligung der Universität Göttingen hat die Auswirkungen einer diversifizierten Landwirtschaft untersucht. Das Ergebnis ist eindeutig: Die positiven Effekte auf Menschen und die Umwelt nehmen mit jeder Maßnahme zu, während negative Auswirkungen kaum zu finden sind. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse in der Fachzeitschrift Science.

Mittwoch, 13. März 2024

IndustrieInsekten - In einem unbekannten Land

Ausstellung im LWL-Museum Textilwerk Bocholt vom 17.3. - 3.11.2024

Am Ufer der Aa in Bocholt entdeckte Naturfotograf Klaus Rieboldt die Larvenhaut einer blaugrünen Mosaikjunger. Die Aufnahme mit dem Spinnereigebäude im Hintergrund ist das Titelmotiv der Ausstellung "IndustrieInsekten" im Textilwerk, die am Sonntag eröffnet.
Foto: LWL / Klaus Rieboldt
  
 

Presseinformation lwl. Schillernde Farben, fremdartige Gestalten, erstaunliche Fähigkeiten: Insekten sind faszinierend. Weltweit gibt es über eine Million bekannte Arten. Doch die Bestände schwinden. In Deutschland steht von 33.000 Arten inzwischen jede zweite auf der "Roten Liste". Die Fotografin Ute Matzkows und der Fotograf Klaus Rieboldt haben Insekten auf den Arealen der acht LWL-Museen für Industriekultur aufgespürt.

Samstag, 2. März 2024

Elefanten, Giraffen & Co fördern vielfältige Ökosysteme

Forschungsteam zeigt mit Meta-Analyse enorme ökologische Bedeutung großer Pflanzenfresser

Spießböcke
Quelle: Andrew J. Abraham
(Pressemitteilung der Universität Göttingen vom 28. Februar 2024) Elefanten in Europa, Riesen-Wombats in Australien und Bodenfaultiere in Südamerika – solche großen Pflanzenfresser prägten viele Millionen Jahre lang die Ökosysteme an Land. Viele starben aus, als der Mensch sich global ausbreitete. Welche dramatischen Folgen das für die Ökosysteme hatte, ist nicht vollständig geklärt. Im Vergleich zu früher sind große Pflanzenfresser selten geworden. Heute sind die Arten mit weniger Individuen vertreten und viele sind vom Aussterben bedroht. Dabei beeinflussen wildlebende große Pflanzenfresser die Ökosysteme weiterhin in vielerlei Hinsicht von den Böden über die Pflanzen und kleineren Tiere bis zur strukturellen Vielfalt der Landschaft. Das zeigt ein internationales Team unter der Leitung von Forschenden der Universitäten Göttingen und Aarhus (Dänemark) mit einer Meta-Analyse über sechs Kontinente hinweg. Sie kommen zu dem Schluss, dass Schutz- und Wiederherstellungsmaßnahmen große Pflanzenfresser einbeziehen sollten – auch, um Ökosysteme widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature Ecology & Evolution veröffentlicht.

Montag, 22. Mai 2023

Zum Internationalen Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt 2023

 Nachhaltige Gedanken

Zum 25sten Mal jährt sich heute der von der UNO eingeführte Tag der Artenvielfalt. Die Ziele der Konvention sind die Erhaltung der biologischen Vielfalt, die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile sowie die ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus der Nutzung der genetischen Ressourcen ergebenden Vorteile. Zu diesem Zweck wurden im Rahmen der "Agenda 2030" 17 Ziele formuliert.

Seit 2021 haben wir nun die von der UNO ausgerufene Dekade "Biologische Vielfalt" offiziell hinter uns und befinden uns seitdem in der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen, zu dem u.a. das Ziel 14

"Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen" und Ziel 15. "Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen."

Sonntag, 7. Mai 2023

Nomaden der Ozeane

Das Geheimnis der Meeresschildkröten

Ob die Meeresschildkröten ein spezielles Geheimnis haben, sei einmal dahingestellt. Aber dass sich ausgerechnet die wechselwarmen Reptilien neben den warmblütigen Lungenatmern so an das nasse Element angepasst haben, dass sie ohne das Meer nicht selbständig existieren können, ist schon ein erstaunliches Phänomen der Evolution. Ebenso erstaunlich, wie die Fähigkeiten, mit denen die Natur diese Tiere für die spezifischen Herausforderungen ihres Lebensraumes ausgestattet hat.

Sonntag, 16. April 2023

Wal macht Wetter

Warum biologische Vielfalt unser Klima rettet

Klimawandel, Artensterben, Kollaps der Ökosysteme, Migration, alles ist miteinander verwoben und die bedrohlichen Aspekte dieser Naturphänomene haben ihre Ursache im menschlichen Verhalten und Denken. Dabei wäre die Lösung unserer inzwischen existenziellen Probleme recht einfach. Denn das, was wir um des Wachstums, des Profits und des Konsums Willen zerstören, ist eigentlich unsere Lebensversicherung: Die Natur.

In ihrem Buch „Wal macht Wetter“ erklären die Autorinnen die großartigen „Ökosystemleistungen“, die uns die Natur kostenlos zur Verfügung stellt, wenn wir sie denn lassen.

Samstag, 1. April 2023

Strix Bubo

Die Geschichte eines Uhus

„In der fernen Tiefe der großen Fördenwälder, wo sich Licht- und Schattenbäume hoffnungslos verfilzen …“ So beginnt der dänische Schriftsteller Svend Fleuron (1874-1966) seine Geschichte von Strix Bubo, einem „Nachtraubvogel, einer der letzten seiner Art: ein großer, braungefiederter Uhu.“ Tatsächlich ist der Name Strix Bubo missverständlich, denn Strix ist eine Gattung der glattköpfigen Kauze während Bubo die Gattung der Uhus mit den markanten Federohren bezeichnet. Und so handelt es sich bei dem Protagonisten des dänischen Tierschriftstellers um ein Weibchen des Bubo bubo, der in früheren Zeiten (und auch bei Fleuron) mit Horneule bezeichnet wurde.

Samstag, 25. März 2023

Ein heißes Trio

Das limitierte Sondereditionen-Paket zum Artenschutz

Die erste Auflage von „Pixies wilde Freunde“ ist esrchienen. Es ist mein drittes Buch zum Thema Kulturgeschichte des menschengemachten Artensterbens. Bei dem 2019 erschienenen „Rotbarts wilde Verwandte“ steht die Familie der wilden Katzen im Mittelpunkt, das 2022 erschienene „Tierliche Migranten“ hat die Tierwelt/Natur der pazifischen und indonesischen Region zum Thema. Und mit „Pixies wilde Freunde“ folgen wir den Spuren James Cooks auf seiner ersten Reise in die Südsee. Diese drei Bücher ergänzen sich in hervorragender Weise hinsichtlich der beschriebenen Tierarten, der historischen Epochen und der Zielgruppen. Und so können nun alle drei Bücher im Shop der Schiffskatzentaverne als limitiertes Sondereditionen-Paket zu einem besonders günstigen Preis bestellt werden. Sowohl die Portoersparnis als auch -wie bei allen speziellen Autorenbüchern- der größte Teil des Überschusses gehen als Spende an die von uns unterstützten Artenschutzorganisationen.

Übrigens, ein geniales Ostergeschenk für Klima-, Tier- und Artenschutzbewegte und solche, die es werden wollen oder sollten.

 

Montag, 2. Januar 2023

Natur in Bewegung

Die erstaunlichen Wanderungen von Tieren und Pflanzen

Bewegung ist Leben! Das gilt im Kleinen wie im Großen, körperlich wie geistig. Um so erstaunlicher, dass viele Menschen über die Wanderungs- oder Migrationsbewegungen im Tierreich und vor allem ihre Hintergründe kaum etwas wissen. Und so offenbaren die AutorInnen des Buches Natur in Bewegung viele neue Informationen über vermeintlich Bekanntes, die es dem Leser erlauben, Migration (auch die Menschliche) aus einer neuen Perspektive heraus zu betrachten.

Freitag, 30. Dezember 2022

Von schrumpfenden Tintenfischen und windfesten Eidechsen

Faszinierende Antworten der Natur auf die Klimakrise 

„Wenn Heuschrecken, Hummeln und Schmetterlinge in der Lage sind, ihr Verhalten zu ändern, dann wir doch sicherlich auch.“ Mit diesem hoffnungsvollen Satz am Ende seines Vorworts, bringt der US-amerikanische Autor Thor Hanson seine Motivation zum Schreiben des Buches auf den Punkt. Tatsächlich sind die Anpassungs- und Veränderungsfähigkeiten vieler Lebensformen geradezu phänomenal und die Lektüre dieses Buches vermittelt einen Eindruck von der Komplexität und Widerstandsfähigkeit des Lebens, die es sich lohnt, mit dem Autor gemeinsam zu erleben.

Sonntag, 11. Dezember 2022

Die letzten Tage der Dinosaurier

Das Leben ist zäh, nahezu unverwüstlich, jedenfalls als Ganzes betrachtet. Bei den Lebensformen sieht das schon ganz anders aus, wie das Aussterben der Dinosaurier zeigt. Die Folgen des Einschlag des rund 11 Kilometer langen Asteroiden vor rund 66 Millionen Jahren auf der alten Yucatán-Halbinsel war verheerend. Nicht nur für die Dinosaurier, sondern für das gesamte Ökosystem des Mesozoikums am Ende der Kreidezeit. In ihrem Buch beschreibt die US-amerikanische Wissenschaftsredakteurin Riley Black wesentlich mehr als nur „die letzten Tage der Dinosaurier“ und auch der Untertitel „Warum ihr Ende unser Anfang war und was ein Asteroid damit zu tun hat“ gibt nicht annähernd wieder, in was für aufregende Welten die Autorin ihre LeserInnen entführt.

Freitag, 27. Mai 2022

Spillover. Der tierische Ursprung weltweiter Seuchen

Buchvorstellung von Markus Bötefür

Als die Corona-Pandemie im chinesischen Jahr der Ratte ausbrach, hätten es in der westlichen Welt wohl nur wenige Politiker, Zoologen und Mediziner für möglich gehalten, dass eine vom Reich der Mitte ausgehende Zoonose den Globus in Panik versetzen würde. Zu lange war man daran gewöhnt, Chinesen konsequenzlos alles essen zu sehen, was schwimmt, kreucht und fleucht. Für Epidemiologen kam der pandemische Ausbruch hingegen alles andere als unerwartet und nicht wenige von ihnen hatten ein solches Szenario vorhergesehen, denn längst ist bekannt, dass zoonotische Viren für Epidemien wie Lassa-Fieber und Ebola genauso verantwortlich sind, wie für global auftretende Seuchen, von denen Vogelgrippe und Aids bislang die bekanntesten waren.