Forschungsteam zeigt mit Meta-Analyse enorme ökologische Bedeutung großer Pflanzenfresser
(Pressemitteilung der Universität Göttingen vom 28. Februar 2024) Elefanten in Europa, Riesen-Wombats in Australien und
Bodenfaultiere in Südamerika – solche großen
Pflanzenfresser prägten viele Millionen Jahre lang die Ökosysteme
an Land. Viele starben aus, als der Mensch sich global ausbreitete. Welche
dramatischen Folgen das für die Ökosysteme hatte, ist nicht
vollständig geklärt. Im Vergleich zu früher sind große
Pflanzenfresser selten geworden. Heute sind die Arten mit weniger
Individuen vertreten und viele sind vom Aussterben bedroht. Dabei
beeinflussen wildlebende große Pflanzenfresser die Ökosysteme
weiterhin in vielerlei Hinsicht von den Böden über die Pflanzen
und kleineren Tiere bis zur strukturellen Vielfalt der Landschaft. Das
zeigt ein internationales Team unter der Leitung von Forschenden der
Universitäten Göttingen und Aarhus (Dänemark) mit einer
Meta-Analyse über sechs Kontinente hinweg. Sie kommen zu dem Schluss,
dass Schutz- und Wiederherstellungsmaßnahmen große
Pflanzenfresser einbeziehen sollten – auch, um Ökosysteme
widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen. Die Ergebnisse
wurden in der Fachzeitschrift Nature Ecology & Evolution
veröffentlicht.
Spießböcke
Quelle: Andrew J. Abraham



