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Samstag, 2. März 2024

Elefanten, Giraffen & Co fördern vielfältige Ökosysteme

Forschungsteam zeigt mit Meta-Analyse enorme ökologische Bedeutung großer Pflanzenfresser

Spießböcke
Quelle: Andrew J. Abraham
(Pressemitteilung der Universität Göttingen vom 28. Februar 2024) Elefanten in Europa, Riesen-Wombats in Australien und Bodenfaultiere in Südamerika – solche großen Pflanzenfresser prägten viele Millionen Jahre lang die Ökosysteme an Land. Viele starben aus, als der Mensch sich global ausbreitete. Welche dramatischen Folgen das für die Ökosysteme hatte, ist nicht vollständig geklärt. Im Vergleich zu früher sind große Pflanzenfresser selten geworden. Heute sind die Arten mit weniger Individuen vertreten und viele sind vom Aussterben bedroht. Dabei beeinflussen wildlebende große Pflanzenfresser die Ökosysteme weiterhin in vielerlei Hinsicht von den Böden über die Pflanzen und kleineren Tiere bis zur strukturellen Vielfalt der Landschaft. Das zeigt ein internationales Team unter der Leitung von Forschenden der Universitäten Göttingen und Aarhus (Dänemark) mit einer Meta-Analyse über sechs Kontinente hinweg. Sie kommen zu dem Schluss, dass Schutz- und Wiederherstellungsmaßnahmen große Pflanzenfresser einbeziehen sollten – auch, um Ökosysteme widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature Ecology & Evolution veröffentlicht.

Sonntag, 18. Februar 2024

Unterirdisches Leben: Wühlen, graben, buddeln in der Urzeit

Pressemitteilung des Museums für Naturkunde Berlin vom

Abb 1
Ein Forschungsteam um Erstautor Dr. Lorenzo Marchetti vom Museum für Naturkunde Berlin hat erstmals das Grabverhalten von Wirbeltieren aus dem langen Zeitraum von Devon bis Trias untersucht. Sie lebten also vor etwa 400 bis 200 Millionen Jahren – auch unterirdisch. Einige der untersuchten Fossilien wurden im Rahmen des laufenden BROMACKER-Forschungsprojekts entdeckt. Die Erforschung grabender Wirbeltiere der Fossillagerstätte im Thüringer Wald lässt über Vergleiche mit anderen Funden weltweit Schlussfolgerungen über Ursprung und frühe Evolution des Grabverhaltens von Wirbeltieren zu. Sie liefert außerdem neue Erkenntnisse über den klimatischen Wandel auf unserer Erde. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Earth-Science Reviews veröffentlicht.

Dienstag, 8. November 2022

CITES-Artenschutzkonferenz berät in Panama über Schutz von 600 Arten

 Kontroverse Verhandlungen vom Elefanten bis zum Blauhai

Pressemitteilung Pro Wildlife*, 8. November 2022. Expert*innen fordern auf der bevorstehenden Tagung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (engl. CITES*, 14.-25. November in Panama City) mehr Einsatz für den Schutz gefährdeter Arten. „Das weltweite Artensterben ist dramatisch und der zunehmende Handel mit Wildtieren ist ein großer Teil dieses Problems.  Wir erwarten auf der Weltartenschutzkonferenz insbesondere von der EU klare Entscheidungen gegen die weitere Plünderung bedrohter Arten“, sagt die Biologin Daniela Freyer, die für Pro Wildlife an den Verhandlungen teilnehmen wird. Für die Tagung liegen 52 Anträge zum Schutzstatus von knapp 600 Tier- und Pflanzenarten auf dem Tisch.

 

Wichtige Themen für die 19. CITES-Vertragsstaatenkonferenz:

Donnerstag, 3. November 2022

Über das Aussterben des Blaubocks

Erkenntnisse aus der Sequenzierung von Paläogenomen vom afrikanischen Kontinent

Künstlerische Zeichnung des Blaubocks
Pressemitteilung mfn Berlin 03.11.2022: Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Museums für Naturkunde Berlin (mfn) und der Universität Potsdam hat die ersten beiden Kerngenome des ausgestorbenen Blaubocks sequenziert. Eines der Genome ist mit circa 9.950 Jahren das bislang älteste sequenzierte vom afrikanischen Kontinent. Die genomischen Daten erlauben Einblicke in das Aussterben einer Art. Der Blaubock ist die einzige große afrikanische Säugetierart, die historisch ausgestorben ist. Die Ergebnisse, die in Molecular Biology and Evolution, publiziert sind, zeigen, dass der Blaubock trotz geringer Populationsgröße die klimatischen Veränderungen der letzten 10.000 und mehr Jahre überlebte, bis die europäischen Siedler im 17. Jahrhundert die Art durch Bejagung ausrotteten.

Mittwoch, 1. Juni 2022

Trophäenjagd ist kein Artenschutz

Fakten entlarven Jägerlatein

Pressemitteilung (Pro Wildlife e.V.) Dortmund 1. Juni 2022: Jedes Jahr werden auf der Dortmunder Jagdmesse Reisen zum Abschuss bedrohter und geschützter Tiere angeboten. Dabei versucht die Jagdlobby der Trophäenjagd ein ökologisch und ökonomisch nachhaltiges Image zu verleihen. Ein von 15 Tier- und Artenschutzorganisationen veröffentlichtes Faktenpapier entlarvt dies als Greenwashing und räumt mit den 14 gängigsten Trophäenjagd-Fake News auf.

Freitag, 1. April 2022

Neuausrichtung der Agrar- und Ernährungspolitik gefordert

Forscher der Universität Göttingen schließen sich offenem Brief an Bundesregierung an

Pressemitteilung der Uni Göttingen vom 01.04,2022 (pug) Der Angriffskrieg auf die Ukraine zerstört nicht nur tausende Menschenleben und ganze Städte, sondern erhöht auch das Risiko für Hungersnöte weltweit. In einem heute (1. April 2022) veröffentlichten offenen Brief an die Bundesregierung rufen Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen sowie zahlreicher weiterer Forschungsinstitute dazu auf, sofort eine Transformation des Ernährungssystems einzuleiten, um den verheerenden Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine und der sich gegenseitig verstärkenden Krisen (Klimawandel, Artenvielfalt, Friedensicherung) entgegenzuwirken.