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Dienstag, 20. Mai 2025

Mensch-Tier-Beziehung im kolonialen Kontext

Wie sich rassistisches Gedankengut auch auf die Tierwelt der kolonialisierten Regionen überträgt, zeigt mein Podcast Beitrag zur Kulturgeschichte des Tasmanischen Teufels. Er beginnt mit einem Zitat des “Tiervaters” Alfred Brehm. Hier gehts direkt zum Beitrag Mensch-Tier-Beziehung im kolonialen Kontext, der in der Rubrik Mensch-Tier-Umwelt zu finden ist.

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Dienstag, 12. November 2024

Koloniale Tiere?

Tierbilder im Kontext des Kolonialismus

Wer kennt sie nicht, die Big Five, die unsere Vorstellung von der spektakulären Tierwelt Afrikas prägen. Es sind vor allem Elefant, Nashorn, Kaffernbüffel, Löwe und Leopard, die uns in den Hochglanzprospekten der Reiseveranstalter oder neben anderen Spezies in Dokumentarfilmen über den „schwarzen“ Kontinent begegnen. Die Big Five sind aber weitaus mehr als lediglich große Tiere Afrikas, ihre Bilder reproduzieren in unseren Köpfen noch immer unbewusst ein unmenschliches Weltbild aus kolonialen Zeiten. Lesen Sie weiter auf GeschiMag

Sonntag, 8. September 2024

Von Fliegenfängern und Katzenklappen

39 Kleinigkeiten zwischen den Arten

Dass die Welt aus mehr besteht, als aus Lebewesen und Materialien, die den Interessen und der Bedürfnisbefriedigung des Menschen dient, hat sich bei vielen schon herumgesprochen. Dennoch spielt sich unser Denken meist immer noch in den alten anthropozentrischen Bahnen alttestamentarischer Prägung ab. Mit dem relativ neuen Ansatz „mehr-als-menschlich“ wird den Forschungsfeldern animal-studies oder human-animal-studies seit etwa 20 Jahren ein weiteres hinzugefügt und mit 39 Beispielen im Buch Von Fliegenfängern und Katzenklappen präsentiert. Dabei geht es insbesondere um die Abkehr vom anthropozentrischen Weltbild und ein radikaleres Verständnis vom Stellenwert des Menschen in der belebten und unbelebten Natur.

Dienstag, 2. Januar 2024

Tiere und Geschlecht


Tierstudien 24

Wenn die gesellschaftliche und kulturelle Bewertung des biologischen Geschlechtes (Gender) bei den Strukturen, Eigenschaftszuordnungen und (Macht-) Verhältnissen innerhalb der menschlichen Gemeinschaften eine wesentliche Rolle spielen, so dürfte dies auch im Verhältnis zwischen Mensch und nichtmenschlichem Tier der Fall sein. Und so hat sich der Neofelis-Verlag im Rahmen seiner Tierstudien-Reihe in Band 24 auch diesem Thema gewidmet. Und wer beim Begriff Gender nicht bereits von Schnappatmung und verbalen Angstbeißattacken befallen wird, für den ist dieses Buch eine spannende, weil doch recht unideologische und informative Lektüre, die möglicherweise einen entspannteren, weil klareren Blick auf die Hintergründe der Genderdebatte wirft.

Samstag, 25. März 2023

Ein heißes Trio

Das limitierte Sondereditionen-Paket zum Artenschutz

Die erste Auflage von „Pixies wilde Freunde“ ist esrchienen. Es ist mein drittes Buch zum Thema Kulturgeschichte des menschengemachten Artensterbens. Bei dem 2019 erschienenen „Rotbarts wilde Verwandte“ steht die Familie der wilden Katzen im Mittelpunkt, das 2022 erschienene „Tierliche Migranten“ hat die Tierwelt/Natur der pazifischen und indonesischen Region zum Thema. Und mit „Pixies wilde Freunde“ folgen wir den Spuren James Cooks auf seiner ersten Reise in die Südsee. Diese drei Bücher ergänzen sich in hervorragender Weise hinsichtlich der beschriebenen Tierarten, der historischen Epochen und der Zielgruppen. Und so können nun alle drei Bücher im Shop der Schiffskatzentaverne als limitiertes Sondereditionen-Paket zu einem besonders günstigen Preis bestellt werden. Sowohl die Portoersparnis als auch -wie bei allen speziellen Autorenbüchern- der größte Teil des Überschusses gehen als Spende an die von uns unterstützten Artenschutzorganisationen.

Übrigens, ein geniales Ostergeschenk für Klima-, Tier- und Artenschutzbewegte und solche, die es werden wollen oder sollten.

 

Dienstag, 1. November 2022

Streicheln oder Schlachten

Warum unser Verhältnis zu Tieren so kompliziert ist – und was das über uns aussagt

Unser Verhältnis zu Tieren ist äußerst ambivalent. Da gibt es die geliebten Haustiere, die ganz im Gegensatz zu Nutz- oder Wildtieren (zumindest bei uns) nicht auf dem Teller landen dürfen. Allein insofern ist bereits unsere Wahrnehmung und Kategorisierung von Tieren recht differenziert. Selbst innerhalb der jeweiligen Kategorien finden sich recht differenzierte Mensch-Tier-Verhältnisse. Finden sich in sozialen Medien beispielsweise gehypte Berichte über heroische Rettungsaktionen von Wildentenküken aus Gullys samt „Familienzusammenführung“, werden die quakenden Verwandten anderenorts zur gleichen Zeit von Jagdgesellschaften mit Schrot vollgepumpt. So manches niedliche Schweinchen fristet als umsorgtes Haustier sein Leben, während seine Artgenossen in der Fleischindustrie zu Millionen für den lustvollen Verzehr am Fließband getötet und zerstückelt werden.

Dienstag, 27. September 2022

Die Rückkehr der Drachen

EBook eines Aufsatzes zu Mensch-Tier-Studien

Bei der Untersuchung der Mensch-Tier-Beziehungen früher Zivilisationen in Mesopotamien, bilden Ikonographie und Keilschrifttafeln die erste Quelle. Sie zeigen und beschreiben Drachen, Hybriden und mächtige Tiere wie Löwen in ihrer mythologischen, rituellen und profanen Bedeutung. Die Entstehungsmythen weisen weit in die vorbiblische Zeit zurück, deren religiöse und soziale Grundlagen einschließlich der Mensch-Tier-Beziehungen weitgehend unbekannt sind, wie die Interpretationsversuche der Archäologie von Heiligtümern und Siedlungen vorkeramischer neolithischer Gesellschaften zeigen. Der Aufsatz weist unter anderem auf die gesellschaftliche Instrumentalisierung von Tieren sowie die Grenzen des Wissens hin, die sich nicht nur aus einer traditionellen anthropozentrischen Interpretation archäologischer Funde ergeben. Umfang ca. 35 Buchseiten.

12 Jahre nach Erscheinen meines Buches Andre Zeiten, andre Drachen. Eine Kulturgeschichte des Drachen, habe ich das Thema auf Anfrage des Herausgebers von Dhau - Jahrbuch für außereuropäische Geschichte* unter dem Aspekt Human-Animal-Studies noch einmal aufgegriffen. Vor einer Woche erhielt ich jedoch die Information, dass die Herausgabe des Jahrbuchs kurzfristig eingestellt wurde, sodass ich mich entschieden habe, den Beitrag nun in eigener Regie als eBook herauszugeben.